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"Es braucht nicht viel zum Glück"

Besuch der Oberrunde im Haus der Wohnungslosenhilfe am 27. August 2014.

"Willkommen im Paradies" ist das Leitwort des Domweihjubiläums- bei unserem Besuch im Haus der Wohnungslosenhilfe (HdW) lernten wir einen der "Randpunkte" der Gesellschaft kennen, der zunächst weit entfernt vom Paradies scheint. Das Domweihjubiläum unterstützt diese Einrichtung im Rahmen der Sozialprojekte.

Als gesetzlich vorgeschriebene Notunterkunft der Stadt Münster ist das Haus der Wohnungslosen erste Anlaufstelle für alle hilfsbedürftigen Obdachlosen. Die 80 zur Verfügung stehenden Betten sind begehrt. Das Haus ist Teil eines komplexen Hilfsnetzwerks, das weitergehende Hilfe anbietet, exemplarisch genannt sei hier das Projekt "Pension Plus", das psychisch krankend Wohnungslosen eine betreute Unterkunft anbietet.

Als wichtige Botschaft vermittelte Herr Mülbrecht uns überzeugend, dass es unzählige Gründe gibt, warum Menschen wohnungslos werden und forderte dazu auf, Klischees über Wohnungslose zu vergessen und den individuellen Lebensweg eines jeden Menschen zu respektieren. Besonders nennenswert sind hier vor allem die Schicksale derjenigen Wohnungslosen, die Aufgrund der momentanen Sozialgesetzgebung keine gesetzlichen Ansprüche auf Sozialleistungen haben - illegale Einwanderer, Flüchtlinge. Diese werden im HdW selbstverständlich auch aufgenommen, allerdings nicht von der Stadt Münster gegenfinanziert.

Das Fallbeispiel eines Flüchtlings aus Afrika, der durch Schwarzarbeit nun 300€ im Monat verdient, davon allerdings 200€ an seine Familie sendet, verdeutlicht das es auch in unserer Wohlstandsgesellschaft Menschen gibt, die von 100€ im Monat leben müssen. In diesem Kontext wird Herr Mülbrechts Ausspruch, das es nicht viel zum Glück braucht, umso verständlicher.

Durch diese intensiven Einblicke wurde uns deutlich, dass das HdW für viele Hilfsbedürftige, wenn auch kein Paradies im eigentlichen Sinne, zumindest ein Paradies der Hilfe ist. Besonders freut es uns daher, dass das Haus der Wohnungslosenhilfe durch das Sozialprojekt des Domweihjubiläums unterstützt wird. Für die Sozialprojekte sammeln wir Dommessdiener bei unser diesjährigen Fahrradputzaktion Spenden! Jeder der möchte, ist herzlich Eingeladen sein Fahrrad am Samstag, 20. September 2014, zur Statue von Kardinal von Galen zu bringen.

Unser Dank gilt Herrn Mülbrecht für einen inhaltsreichen Abend, der viele Einblicke und Erfahrungen mit uns teilte- wir wünschen ihm und allen Mitarbeitern, aber vor allem den Bewohnern des HdW, für ihre Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

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