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Endlich Zuhause!

Wiedereröffnung des Paulusdomes am
16. Februar 2013

Münster, 16. Februar 2013, 13:45 Uhr: Der Markt auf dem Domplatz ist in vollem Gange. Aber nicht nur der Markt läuft auf Hochtouren. Noch sind die Pforten geschlossen, im Inneren laufen die Vorbereitungen jedoch schon seit den frühen Morgenstunden.

Die Rede ist natürlich vom Paulusdom. 15 lange Monate war er aufgrund von Bauarbeiten geschlossen doch nun ist es endlich soweit: Die Wiedereröffnung steht an und alle sind aufgeregt wieder in den Dom zurückzukehren.

Die neue Sakristei

Langsam trudeln die ersten Messdiener ein, haben allerdings Probleme sich zurecht zu finden: "Ich bin gerade etwas orientierungslos," bemerkt Gunnar Quante während er versucht sich in den neuen Gängen zur Messdienersakristei zurecht zu finden. Schnell sind wir Messdiener uns einig: "In dieser ‚Umkleidekabine' fehlen nur noch die Duschen und das Taktikboard", fassen Thorwald und Tilmann Hakenes kurz und knapp zusammen.

Countdown bis zur Vesper

Alles ist hektisch und unruhig. Obermessdiener Tobias Jeising läuft ununterbrochen zwischen Messdienersakristei und Hauptsakristei hin und her, beseitigt letzte Unklarheiten und bereitet die Vesper vor, verteilt Aufgaben, ist Ansprechpartner für Alles. Es gilt die neuen (alten) Abläufe in Erinnerung zu rufen.

Dazu gab es am Dienstag der Vorwoche ein großes Üben für die Messen am Wochenende. Domvikar und Zeremoniar Markus Tüshaus bat zur Generalprobe für die feierliche Wiedereröffnung. Er achtete auf den genauen Ablauf und wusste gezielt Verbesserungen anzusprechen.

Noch 20 Minuten bis zur Vesper. Tobias Jeising malt die Laufwege auf eine Folie auf dem Tageslichtprojektor und macht letzte Ansagen zum Verhalten während der Vesper.

Noch 10 Minuten bis zur Vesper. Die Flambeaus werden angezündet und an die der Größe nach aufgestellten Ceroferare ausgeteilt, es geht zur Aufstellung in den Kreuzgang des Domes. Die Anspannung liegt spürbar in der Luft.

"Procedamus" - Auf, lass uns gehen- erschallt es um 14:58 Uhr durch den Kreuzgang des Domes: Die Vesper beginnt und Diemo Bette, Julius Auen und Tilman Hakenes führen weihrauchschwenkend den Zug an.

Dank an die Kirchensteuerzahler

Nach dem feierlichen Einzug durch den Mittelgang des Paulusdomes begrüßt Dompropst Josef Alfers zu Beginn der Vesper die über 3000 Besucher der Wiedereröffnungsmesse.

Er dankt den vielen Menschen die am Dombau beteiligt waren und auch den Kirchensteuerzahlern, die die Renovierung zum größten Teil, ohne öffentliche Mittel, finanziert haben: "Ich möchte mich bedanken bei unseren (...) Kirchensteuerzahlern, die dafür gesorgt haben, dass wir die riesige Bausumme (...) aufbringen können (...)."

Auch Bischof Felix Genn unterstützt und unterstreicht den Dank des Dompropstes und dankt, "dass der Herr uns vor Unglück und Unheil bewahrt hat", da niemand während der Renovierungsarbeiten zu Schaden kam. Sein Dank geht ebenfalls an die Liebfrauen-Überwasserkirche, welche die Domgemeinschaft während der Renovierungsarbeiten aufgenommen hat.

"Mitunter ist davon die Rede, dass Menschen der Kirche weglaufen." Diese Aussage kann Genn im Hinblick auf die Menschenmasse vor ihm nicht bestätigen. Allerdings weist Bischof Felix auch auf das Spannungsverhältnis der Gegenwart hin, indem die Kirche derzeit stehe.

Die Schönheit des neuen Domes

St.-Paulus-Dom.

"Und wenn sie sich nur an der Schönheit des Bauwerks und dem Klang der Glocken erfreuen, so bekommen sie eine Ahnung von dem, was der Dom verkündigen will." Die Christusbilder machen die Botschaft des Domes klar: "Gott gibt sich uns zu erkennen als Menschengesicht."

In diesem Gotteshaus scharen sich Menschen um den lebendigen Stein Jesus Christus. Wir seien die lebendigen Steine, die den Dom bilden und sich um den Eckstein Jesus Christus versammeln. "Der Dom mit uns und wir mit dem Dom künden den Glauben, dass Gott Sein Volk nicht verlässt, (...)."

Zum Abschluss seiner Predigt dankt Bischof Felix dem scheidenden Papst Benedikt für sein Lebenswerk und betet für einen würdigen Nachfolger.

Genn schließt seine Predigt mit einem Wort des Papstes, welches exakt zum Anlass passt: "Auferbaut aus lebendigen Steinen – wenn es nicht zuerst lebendige Steine gegeben hätte, würden diese Steine hier nicht stehen. Nun aber reden sie zu uns. Sie fordern uns auf, den lebendigen Dom zu bauen, der lebendige Dom zu sein, damit der steinerne Dom Gegenwart bleibt und Zukunft verkündet."

Viele Frühaufsteher

Im Anschluss an die Vesper zeigen sich alle sehr erleichtert und sind froh wieder in der "Heimat" zu sein. "Ich fand es ziemlich gut! Es ist echt super wieder im Dom zu sein", resümiert Karina Bohnenkamp. Dies zeigte sich auch am nächsten Morgen, an dem um 7:00 Uhr morgens bereits knapp 15 Messdiener im Einsatz waren und Domvikar Markus Tüshaus mit einer unbändigen Einsatzfreude überraschten. "Man kann die Begeisterung an der Zahl der Messdiener erkennen", stellte er in seiner Begrüßung fest. Bereits in der Sakristei wurde gescherzt es seien ja mehr Messdiener als Messebesucher anwesend. Die tapferen Frühaufsteher wurden allerdings mit einem reichhaltigen Frühstück belohnt, nachdem es für einige direkt in die nächste Messe ging. Alle Messen an diesem Sonntag waren überaus gut besucht und zeigen die Beliebtheit des Domes bei den Münsteranern und auch wir Messdiener wollen uns dieser Begeisterung gerne anschließen und freuen uns auf die nächsten 1200 Jahre mit unserer Bischofskirche.

Torben Lojak
Fotos: Michael Bönte, dialogverlag.de

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