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Oberrunde am 21. November 2012

Besuch von Subregens Kosmann 

Am 21.November 2012 traf sich die Oberrunde im Borromaeum. Nach dem üblichen organisatorischen Teil und einem kleinen geistlichen Impuls waren wir gut vorbereitet auf unseren Gast: Jochen Kosmann, 36 Jahre alt und seit Anfang August 2012 neuer Domvikar und Subregens des Priesterseminars Borromaeum, machte uns seine Aufwartung und begann damit, uns seinen Werdegang zu erzählen.

Kosmann stammt gebürtig aus Telgte und erlebte dort eine sehr katholisch geprägte Kindheit, in der er auch die klassische "Kinderkarriereleiter" durchlief, also Messdiener und später Leiter war, und eine bischöfliche Schule besuchte. Dies hatte zur Folge, dass er sich sein Wissen über andere Konfessionen erst später aneignen konnte, da er erst im Studium auf bekennende evangelische Christen traf. Entgegen aller nun vielleicht aufkommenden Vermutungen entschied er sich doch zunächst nicht für das Priesterwerden, sondern begann ein Jurastudium.

Doch noch während des Studiums kamen auch immer wieder Zweifel in ihm auf, ob Jura wirklich seine Berufung sei. Vor allem durch einen neuen Heimatpfarrer, der ihm bewies, dass das Priestersein Spaß macht, kam die Frage nach dem Priesterwerden immer wieder in ihm auf.

Obwohl er eigentlich schon einen klaren Lebensweg vor sich sah, und sich auch kein Leben ohne Ehe vorstellen konnte, drängte sich ihm diese Option immer wieder ins Bewusstsein. Durch eine Erwachsenentaufe in der Osternacht im Jahre 2000, der er beiwohnte und bei der ihm die Fragen und Zweifel an seiner Priesterberufung von Gott genommen wurden und ihm eine ganz neue Möglichkeit zu glauben bewusst wurde, entschied er sich eine Woche später, am Weißen Sonntag, doch dafür, Priester zu werden.

Davon konnte ihn auch ein im Januar desselben Jahres stattgefundenes Probewochenende im Borromaeum, welches der Subregens in keiner guten Erinnerung hatte, nicht mehr abhalten. Auch seine Eltern standen, da er sich ja ausgiebig mit anderen beruflichen Optionen beschäftigt hatte, voll und ganz hinter ihm.

Allerdings hatte er zuvor noch die nicht leichte Hürde seiner mündlichen Abschlussprüfung in Jura zu nehmen, bei der er auf die Frage nach einer beruflichen Perspektive ganz diplomatisch antwortete: "Ich könnte mir vorstellen, dass einmal die Kirche mein Arbeitgeber wird."

Dies geschah dann auch mit seinem Eintritt ins Borromaeum im Frühjahr 2001. Nach dem Vordiplom wurde er zur Fortsetzung seines Studiums nach Rom gesandt. Bei seiner Priesterweihe 2008 nahm er sich als Primizspruch den Vers Joh. 20,21, "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch", dieses Evangelium wird nur an Pfingsten und am Weißen Sonntag gelesen und passt deshalb zu seiner Glaubensfindung. Sogar sein Autokennzeichen passte er daran an.

Der Subregens erzählte uns dann noch kurz etwas über seinen Job als stellvertretender Leiter des Priesterseminars, der in enger Absprache mit dem Regens die Leitung des Hauses innehat, außerdem steht er den Priesteranwärtern als Berater und Seminarbegleiter zur Seite. Ihm gefällt an seiner Aufgabe besonders, die Motivation bei den Neulingen, Priester zu werden, zu beobachten und zu fördern.

Zum Schluss drehte der Subregens den Spieß ungewohnterweise um und begann, uns über die Dommessdiener auszufragen, was sich durch das in seiner Jugendarbeit erworbene Wissen schnell zu einer kurzen Grundsatzdiskussion über Messdienersein und den Nachwuchs der Messdiener ausweitete. Nach einem interessanten Austausch beschlossen wir den Abend mit einem Gebet.

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