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Große Fahrt nach Berlin: Tag 4 – Plenarsaal

18. Oktober 2018

Am Donnerstag, 18. Oktober, gab es „Geschichte zum Anfassen“, wie es ein Dommessdiener ausdrückte. Nach einem gemeinsamen Morgenimpuls nahmen wir die S-Bahn um zur Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße zu gelangen. Dort erfuhren wir in einer einstündigen Führung anhand eines original erhaltenen Abschnitts der Berliner Mauer, wie diese aufgebaut war und wie sie über die Jahre modifiziert wurde, um Fluchten zu verhindern.

Außerdem konnten wir anhand der Versöhnungskirche eindrucksvoll sehen, wie rücksichtslos das DDR-Regime seiner Mauer-Pläne umsetzte, indem es – wenn an der Grenze Gebäude im Weg standen, dieser erst zumauerte, um sie später zu sprengen, damit sich keine Flüchtenden verstecken konnten.

Im Anschluss an die Führung teilten wir uns in zwei Gruppen auf: eine fuhr an den Wannsee und besichtigte das Haus der Wannseekonferenz, die andere Gruppe blieb im Berliner Zentrum und besuchte den Checkpoint Charlie und das Jüdische Museum.

Um an den Wannsee zu gelangen, musste die erste Gruppe ca. eine Stunde S-Bahn fahren. Am Wannsee angekommen machten wir einen kurzen Abstecher zum Strandbad Wannsee, bevor wir in die Mittagspause starteten. Paul, Raphael und Julius hatten unterwegs eine Currywurstbude entdeckt, die sie testen wollten. Das Ergebnis: „Die beste Currywurst auf der ganzen Welt!“, wie Paul es zusammenfasste.

Anschließend erreichten wir das Haus der Wannseekonferenz in der 1942 der Beschluss gefasst wurde, dass Juden systematisch deportiert und ermordet werden sollten.

Die zweite Gruppe machte sich auf zu dem wohl bekanntesten Grenzübergang Berlins, dem Checkpoint Charlie. Nach einer Erklärung von Hendrik ging es weiter in das Jüdische Museum, welches eindrucksvoll die Geschichte von Juden vom römischen Reich bis zur Gegenwart zeichnet.

Im Anschluss daran trafen sich die Gruppen wieder, um gemeinsam in das Reichstagsgebäude zu gehen. Da wir noch etwas Zeit bis zur Sicherheitskontrolle hatten, spielten wir noch 2 Großgruppenspiele und dann ging es auch schon in den Plenarsaal. Laut Tagesordnung des Deutschen Bundestages sollten wir die Diskussion über den Antrag der AfD für angepasstes Kindergeld für im Ausland lebende Kinder hören, durch vorangegangene Verzögerungen war dieser Tagesordnungspunkt im Zeitplan aber nach hinten gerückt, sodass wir die Diskussion über die Einführung eines „Forum Recht“ mitverfolgten. Dazu gab es zwei Anträge: einen gemeinsamen von CDU/CSU, SPD und B90/Grüne. Da die Fraktion der CDU/CSU kategorisch gemeinsame Anträge mit der Fraktion der Linkspartei ablehnt, tauchte diese im ersten Antrag nicht auf, obwohl sie zu Beginn der Verhandlungen mitdiskutierten. Deshalb stellte die Linke einen beinahe gleichlautenden Antrag zur Gründung eines Forum Recht.

Der gemeinsame Antrag der Fraktionen wurde mit breiter Mehrheit angenommen, einzig die Fraktion der AfD stimmte mit Nein. Der zweite Antrag wurde von FDP, Linken und B90/Grüne angenommen, die SPD enthielt sich. CDU/CSU und AfD lehnten den Antrag ab.

Nachdem wir die Besuchertribüne wieder verlassen hatten, fuhren wir hoch zum Dach des Reichstagsgebäudes mit der markanten Glaskuppel von Norman Foster. Hier bekamen wir einen guten Überblick über das nächtliche Berlin.

Zur Feier des letzten gemeinsamen Abends in Berlin gingen wir anschließend ins Sony Center um Pizza essen zu gehen.

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