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Romfahrt 2015

Sieben Tage, sieben Autoren

Unsere Romfahrt haben sieben Autoren, jeder für einen Tag, in Worte gefasst.

Romfahrt 2015.

Sonntag – Ankunft

Schon zeitig am Morgen ging es los. Um halb acht kam unser Bus nach Düsseldorf und die Reise begann. Wir alle - mehr oder weniger ausgeschlafen - konnten noch einen Blick auf die Heimat werfen, bevor wir das Flugzeug Richtung Süden bestiegen. Wenig später landeten wir in der Sonne Italiens auf dem Flughafen Rom-Fiumicino und es dauerte nicht lange, bis sich alle an die neuen Temperaturen gewöhnt hatten. Wir alle samt Gepäck hatten den Flug gut überstanden und der Bus zur Unterkunft lies nicht lange auf sich warten. In unserem Quartier für die nächsten sechs Nächte angekommen, feierten wir in der Hauskapelle einen Eröffnungsgottesdienst und stimmten uns auf die Woche in der ewigen Stadt ein.

Romfahrt 2015

Um auch den Rest des Tages gut zu nutzen machten wir uns anschließend auf den Weg zur Basilika Santa Croce in Gerusalemme, einer der sieben Pilgerkirchen Roms, die ihren Namen von verschiedenen Kreuzreliquien hat, unter anderem auch Splittern des Kreuzes Jesu Christi. Diese beeindruckende Kirche hinter uns lassend gingen wir weiter zum Lateran und der Basilika San Giovanni. Nach einem Kurzreferat von Charlotte schauten wir uns diese Kirche, die noch größer war als Santa Croce, aus der Nähe an. Anschließend ließen wir diesen vielversprechenden ersten Tag in Kleingruppen beim Abendessen an verschiedenen Stellen in der Umgebung ausklingen, wo wir das erste Mal in dieser Woche "echtes" italienisches Essen probieren konnten.

Tilman Hakenes

Montag

Am Zweiten Tag begaben wir uns, gestärkt von einem frühen Frühstück, mit der U-Bahn zum Vatikan.

Dort angekommen informierte uns Dagmar in einem ausführlichen Referat über den Petersplatz und -dom. Nach dem Sicherheitscheck ging es dann in die Kathedrale, wo wir uns zunächst, geführt von Fabian, ein wenig zusammen umsahen. Danach hatten wir Zeit uns selber noch einmal alles anzuschauen und auf die Kuppel zu steigen.

Als sich dann alle wieder versammelt hatten zogen wir zum "Deutschen Friedhof". Auch hier wurde uns Zeit gegeben alles genau zu betrachten, bevor wir in die Mittagspause entlassen wurden.

Revitalisiert von einem leckeren Mittagessen begaben wir uns in die Schlange für die Vatikanischen Museen. Die war allerdings so lang, dass wir uns nach kurzer Beratung entschlossen, dass wir unsere Zeit besser nutzen können. So wanden wir uns gen Engelsburg, wo Tobias und Fabian uns noch ein paar kurze Infos zum Bau und Zweck des Gebäudes lieferten. Über die Engelsbrücke ging die Wanderung dann weiter zur Piazza Navona. Hier lauschten wir, entspannt im Schatten und mit einem Tartufo von Trescalini in der Hand, den Erklärungen von Tamara zum Platz und seinen Brunnen.

Von dort aus war es nur ein kurzer Fußweg zur Fontana di Trevi, auf dem wir kurze Zwischenstopps in San Ignazio und der französischen Nationalkirche San Luigi dei Francesci einlegten. Außerdem bekamen wir noch die Möglichkeit dem Quirinalspalast einen kurzen Besuch abzustatten.

Im Anschluss bestiegen wir die Spanische Treppe und hatten dort unseren offiziellen Tagesabschluss.

In Kleingruppen ließen wir dann den schönen Tag ausklingen.

Felix Strelow

Dienstag

Nach dem für italienische Verhältnisse recht üppigen und reichhaltigen Frühstück ging es zur Kirche Santa Maria dell' Anima (Kirche der deutschsprachigen Gemeinde in Rom) mit dem Grab des aus Holland stammenden Papstes Hadrian VI., des für mehr als 400 Jahre letzten nicht italienischen Papstes (da u. a. Holland damals zur Deutschen Nation zählte, kann man auch vom letzten deutschen Papst sprechen), wo wir gemeinsam die hl. Messe gefeiert haben. Anschließend startete der eine Teil der Gruppe erfolgreich einen zweiten Versuch des Besuchs der Vatikanischen Museen. Dort sahen wir u. a. viele antike Büsten von römischen Kaisern und Herrschern, die bekannte Laokoon-Statue und Bilder wie die "Schule von Athen".

Höhepunkt war die Sixtinische Kapelle mit dem berühmten Deckengemälde sowie dem Wandgemälde "das Jüngste Gericht" von Michelangelo, der geschichtsträchtige und besondere Ort, an dem seit Jahrhunderten die Papstwahl, das Konklave, stattfindet. Der andere Teil der Gruppe besuchte währenddessen das jüdische Viertel, das monumentale Denkmal "Vittorio Emanuele" ("Schreibmaschine"), die Kirchen "Santa Maria in Aracoeli" und "Santa Maria in Cosmedin" mit dem Mund der Wahrheit und die Tiberinsel.

Nach einem stärkenden Mittagsimbiss trafen sich beide Gruppen an der Päpstlichen Basilika "San Giovanni in Laterano". Dort schauten wir uns noch die Kirche Santissimo Salvatore della Scala Santa an. Dann ging es weiter zur sogenannten "Spanischen Treppe" und von dort weiter zur nächsten Kirche "San Lorenzo fuori le mura". (Kirchen hat Rom nun wirklich genug ☺) Christof erklärte uns das Wichtigste zu dieser Kirche, so dass wir sie gut vorbereitet besichtigen konnten. Hier endete unser offizielles Programm. Der Ausklang des Abends fand in Kleingruppen statt.

Christoph Jeising

Mittwoch

Aufstehen war - Überraschung! – mal wieder um 7.00 Uhr. Nach dem Frühstück ging es mit der Metro zur Piazza S. Pietro, zur Generalaudienz bei Papst Franziskus. Wir lagen als Besucher im Mittelfeld; so mussten wir uns nicht in unüberschaubaren Menschenmassen an den Ort des Geschehens drängen, und wir kamen sogar relativ zügig durch die Sicherheitskontrolle. Aber wir waren gewiss nicht die ersten und einzigen auf dem Platz vor dem Petersdom. Und nach uns kamen auch noch etliche Menschen. The early bird catches the worm, sprich möglichst zentrale Plätze auf dem Petersplatz. Aber the early bird has to wait a pretty long time!

Nach geraumer Zeit wurden die angemeldeten Besuchergruppen in der jeweiligen Landessprache verlesen, worauf diese und ihre Landsleute lautstark ihre Anwesenheit dokumentierten. Bei solchem Lärm ist es kaum zu glauben, aber in der weiteren und näheren Nachbarschaft sah man so manchen vom Warten Ermüdeten sanft einnicken oder spürte sogar das Haupt des Nachbarn an seiner Schulter. Als das Papamobil mit dem lächelnden und segnenden Papst Franziskus auf der Bildfläche erschien, brach ein wahrer Sturm los: Die Leute reckten die Hälse, sprangen auf die Stühle und suchten trotz Sichtbehinderung durch die Umgebung einen Blick auf den Heiligen Vater zu erhaschen – dabei die Menschen in der Umgebung in der Sicht behindernd, was diesen Veitstanz nur noch verstärkte! Als das Papamobil dann endlich an der Tribüne vor dem Domportal angelangt war, trat Ruhe ein. Die Generalaudienz hat die Form eines Wortgottesdienstes mit Begrüßung, Lesung (nacheinander in Italienisch, Englisch, Deutsch und Französisch) und Predigt des Papstes (in Italienisch, jeweils auf Englisch, Deutsch und Französisch zusammengefasst). Diese Veranstaltung nahm inclusive Wartezeit gut zwei Stunden in Anspruch.

Danach hatten wir erst einmal Freizeit – und erlebten den ersten und einzigen, dafür aber recht kräftigen Regenschauer unserer Romfahrt. Was kann man da schon anderes machen, als sich zu verproviantieren, das Ende des Regens abzuwarten und dergleichen, also zu chillen?

So vorbereitet, widerstanden wir den Strapazen des Anstiegs auf den Gianicolo-Hügel, der uns von unserem nächsten Ziel, der Basilika S. Maria in Trastevere, trennte. Dieser Hügel liegt – vom Stadtzentrum aus gesehen – auf der anderen Seite des Tiber (Trastevere) und bietet so ein umfassendes Panorama Roms. Umso leichter fiel uns dann der Abstieg hinunter nach Trastevere mit der Basilika S. Maria in Trastevere – sozusagen der römischen Überwasserkirche. Dorothea gab uns hier einige Erläuterungen zu dem Bauwerk.

Um 19.00 Uhr, also zwölf Stunden nach unserem Frühstück, stand eine Begegnung mit der Laiengemeinschaft S. Egidio, vor allem einer Vertreterin dieser Gemeinschaft, auf dem Programm. Ihre Erläuterungen zu den Zielen der Gemeinschaft übersetzte uns unser Subregens Fabian Tilling kundig vom Italienischen ins Deutsche, dann ebenso unsere Fragen und wiederum die Fragen der Repräsentantin der Gemeinschaft an uns.

Mit der Teilnahme am Abendgebet der Gemeinschaft in S. Maria in Trastevere klang dieser Tag in Rom aus.

Magnus Seufert

Donnerstag

Gestärkt durch ein energiereiches Frühstück ging es in die Metro. Wir fuhren zu den
Domitilla Katakomben.

Dort feierten wir die heilige Messe, anschließend führte uns ein Führer durch das erste Geschoss der Katakomben.

Da wir nach der Führung alle Hunger hatten suchten wir eine Pizzeria auf um unseren Hunger zu stillen. Direkt danach ging es auch schon weiter. Anschließend besichtigten wir die Kirche St. Sebastiano. Nach der Besichtigung einer Ruine von einer römischen Therme, ging es weiter in Richtung Colosseum. Der dortige Vortrag von Lennart war sehr lehrreich und danach haben wir uns noch den Konstantinsbogen, das Forum Romanum und das Capitol angesehen. Zuletzt besuchten wir noch die Kirche S. Sabina.

Von dort aus würden wir nach einem spannenden Tag in die Freizeit entlassen.

Bennedikt Schneider

Freitag

Nach einem kräftigen Frühstück haben wir uns aus der Villa Lituania auf den Weg zur Basilika S. Paul vor den Mauern gemacht. Dort haben wir dann ein Referat vorgehalten bekommen und uns die Kirche unseres Dom Patronen angeschaut. Anschließend haben wir in ihr eine Feierliche Messe gehalten. Danach sind wir mit der Metro und durch einen kleinen Fußweg zum Kloster Tre Fontane gelangt.

Das Kloster konnten wir dann in Eigenregie besichtigen und uns anschließend in das zum Kloster gehörende Café setzten. Von dort an hatten wir Freizeit. Wir (Henri, Peter und ich (Luca)) haben nach einer erfolgreichen Shoppingtour die Straßen Roms zum St. Petrus Dom unsicher gemacht. Dort haben wir dann unser Geschenk für Fabian, den Eisernen Gladiatoren Schädel gekauft und uns um 17.00 Uhr an der Golden Bridge Eisdiele getroffen, an der wir von Fabian ein Eis ausgegeben bekommen haben. Nach dem stärkenden Eis sind wir zurück zum Ordensgästehaus Villa Lituania gefahren und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Luca Brillhaus

Samstag – Rückreise

Der Abreisetag kam wie immer viel zu früh. Aber auch wenn die Koffer gepackt waren und alles für die Abfahrt bereit stand, hatten wir doch noch einen Programmpunkt übrig: Die Besichtigung der letzten Verbleibenden der sieben Pilgerkirchen Roms, Santa Maria Maggiore. Das Ziel war mit der Metro schnell erreicht und nach einem Referat von Helena und Friederike gingen wir näher heran, um uns die Kirche auch von innen anzuschauen. Wir stellten überrascht fest, wie klein die Welt ist, als wir grade rechtzeitig ankamen, um am Abschlussgottesdienst einer anderen Pilgergruppe teilzunehmen, die ebenfalls aus unserem Bistum stammte. Diese wurde von Weihbischof Dieter Geerlings begleitet, der uns nach dem Gottesdienst auch noch begrüßte.

Anschließend stand nur noch die Rückfahrt an. Unter zunehmendem Regen, der uns die Woche über glücklicherweise fast gänzlich verschont hatte, erreichten wir unsere Unterkunft, um das Gepäck in den Transferbus einzuladen. Am Flughafen angekommen, stand nach kurzer Verzögerung ein Flugzeug für uns bereit, das uns in die Heimat bringen sollte. Die Rückreise verlief insbesondere deswegen ereignislos, weil wir alle von der anstrengenden Woche sehr erschöpft waren. Mit unserer Ankunft in Münster endete eine ereignisreiche, unvergessliche und schöne Romfahrt.

Tilman Hakenes

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