Schmuckbild Willkommen bei den Messdienern

Der Paulusdom

Unsere Heimat und die Stätte unseres Wirkens. Hier sind wir zu Hause.

St.-Paulus-Dom.

Der Paulusdom ist die "Heimat” von uns Dommessdienern in Münster. Aber kennst du die Fakten über den Dom? Wir verrichten jedes Wochenende dort unseren Dienst am Altar, aber so richtig macht man sich keine Gedanken über den Paulusdom.

Die aktuelle "Version” ist der dritte Dom in Münster. Seine Vorgängerbauten waren der sogenannte Karolingische Dom (Ludgerus-Dom 805-1377) und der, auf dem Platz des heutigen Domes gebaute, Ottonische Dom (10./11. Jahrhundert bis 1225).

Der Ludgerus-Dom wurde nach der Ernennung des heiligen Liudger zum Bischof gebaut, bestand bis ins 14. Jahrhundert und existierte damit parallel zum zweiten und wurde auch erst weit nach dem Bau des heutigen Domes abgerissen. Während der zweite Dom genutzt wurde, war der Ludgerus-Dom allerdings ungenutzt und wurde letztlich von Bischof Florenz von Wevelinghof abgerissen, da er dem bereits gebauten heutigen Dom das Licht nahm.

Der dritte Dom

1192 war es dann soweit: Die Grundlage für den Paulusdom wurde gelegt. Bischof Hermann II. ordnete den Bau einer neuen Westapsis, dem heutige Westchor, an.  Der eigentliche Grundstein wurde 1225 gelegt, als das Domkapitel (nicht wie bei den beiden vorherigen Domen der Bischof) als Bauherr den Auftrag erteilte.

Nach ca. 40 Jahren Bauzeit wurde die gotische Kathedrale fertiggestellt. Durch die Wiederverwendung von Teilen des vorherigen Domes enthält der St.-Paulus-Dom auch romanische Elemente, wie die beiden charakteristischen Türme.

Bis zum zweiten Weltkrieg wurde der Dom immer wieder erweitert und erneuert: Von 1390-1395 wurde der Kreuzgang auf dem abgerissenen ersten Dom gebaut. In der Mitte des Kreuzgangs befindet sich der Domherrenfriedhof. Das Haupteingangsportal (Paradiesportal) wurde im 16. Jahrhundert neu gestaltet, 1885 wurde eine neue Sakristei errichtet.

Der zweite Weltkrieg und heute

Der zweite Weltkrieg ließ auch den Dom nicht unbeschadet. Das Westportal wurde fast vollständig zerstört und auch Wand- und Deckenmalereien gingen verloren. Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, die fast vollständig erhalten blieb, war die Christophorus-Statue im Eingangsbereich vom Paradiesportal aus.

Der Dom wurde von 1946 bis 1956 nahezu vollständig wieder aufgebaut. Ausnahmen bilden das komplett zerstörte alte Westportal, an dessen Stelle sich heute eine große, schlichte Sandsteinmauer mit einem Fenstermuster in Kreisform befindet, sowie erwähnte Malereien.

Die Domkammer mit dem Domschatz wurde 1981 eröffnet. In ihr ist das Kopfreliquiar des heiligen Paulus ausgestellt.

Von 2009 bis Februar 2013 wurde der Dom sowohl von außen als auch von innen grundsaniert. Als "Ersatz” in dieser Zeit diente die Liebfrauen-Überwasserkirche.

Und was stellst du dir nun vor, wie der Dom aussieht? Tritt hinein und schau ihn dir im virtuellen Rundgang an!

Die astronomische Uhr

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten stellt die Astronomische Uhr dar. Sie wurde von 1540 bis 1542 durch den Buchdrucker und Mathematiker Dietrich Tzwyvel errichtet. Zuvor gab es bereits eine erste Astronomische Uhr von 1408, die allerdings beim Bildersturm 1534 zerstört wurde.

Sie zählt zu den sogenannten "hansischen Uhren”, von denen es in Deutschland nur noch sehr wenige gibt. Daher ist sie eine der bedeutendsten Monumentaluhren Deutschlands.

Berechnet hat Tzwyvel die Uhr mit dem Franziskaner Johann von Aachen. Als eine von noch wenigen existierenden Uhren läuft sie gegen den Uhrzeigersinn.

Nachdem sie 1927 entfernt werden sollte, wurde sie letztlich allerdings 1929 bis 1932 grundlegend erneuert und ist seitdem wieder in Betrieb mit einer Ausnahme während des zweiten Weltkrieges, währenddessen das Werk entfernt und entsprechend nicht beschädigt wurde. Bei den Besuchern äußerst beliebt ist das Glockenspiel, welches täglich um 12.00 Uhr mittags zu hören ist. An Sonntagen findet dieses nach der heiligen Messe statt.

Die Messdiener

Ein wichtiger Teil des Paulusdomes sind auch wir Dommessdiener. Mit unserem Dienst am Altar sorgen wir für einen reibungslosen Ablauf der heiligen Messe und tragen zur Feierlichkeit des Gottesdienstes bei. Auch rund um die Gottesdienste sind wir in unserer Gemeinschaft tätig und unternehmen viel abseits des Domes. Wenn du Interesse hast dann lies mehr über uns und unsere Tätigkeiten!

Dompropst und Domkapitel

Ohne das Domkapitel wäre am Dom nichts los. Traditionell tagt das Domkapitel im Kapitelsaal. Dem Domkapitel steht der Dompropst Kurt Schulte vor. Unter dessen Vorsitz unterstützt das Domkapitel den Diözesanbischof in der Leitung des Bistums und bemüht sich um eine würdige Gestaltung der Gottesdienste. Dem Domkapitel gehören zehn "residierende” (in Münster wohnende) und sechs "nichtresidierende” Domkapitulare an. Der Bischof ernennt mit Zustimmung des Domkapitels die Domkapitulare.

Eine weitere Aufgabe des Domkapitels ist die Leitung der Diözese im Falle der Sedisvakanz.

Links

Text: Torben Lojak, Januar 2013
Fotos: Michael Bönte (5), Almud Schricke (1) - www.dialogverlag.de

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Martinikirchhof 11, 48143 Münster
Tel. 0251 / 495-6396
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