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Orgelführung mit Domorganist Thomas Schmitz

Oberrunde am 18. Oktober 2017

Am Mittwochabend, 18.10.17, hatte sich Domorganist Thomas Schmitz Zeit genommen, um uns u.a. etwas über die Geschichte der Orgeln im Dom und über den Aufbau und die Funktionsweise der Orgel zu erzählen.

Die Geschichte der Orgel im Münsteraner Dom ist lang, denn begonnen hat sie vermutlich bereits im 13. Jahrhundert. Danach wechselte der Standort mehrmals, zuletzt von einem Platz im Stephanuschor über dem Kapitelssaal, hin zu ihrem heutigen Standort im Johanneschor. Die heutige Orgel wurde im Jahr 1987 erbaut, allerdings wurden auch alte qualitativ hochwertige Pfeifen aus der Vorgängerorgel miteingebaut. Hinzu kam 2002 das Turm- bzw. Auxiliarwerk im Westwerk des Domes. Es dient zur Klangunterstützung, damit auch in den hinteren Reihen des Domes der Ton noch oder nun wieder klarer zu hören ist. 2014 wurde die Orgel noch einmal umgebaut.

Die Orgel wird über die vier Manuale („Klaviaturen“) mit den Händen oder über die Pedale mit den Füßen gespielt. Oft wird über die Pedale die Basslinie und mit der linken Hand die Tenor- und Altstimme gespielt. Die rechte Hand übernimmt dann den Sopran. So kann ein runder Klang entstehen. Außerdem besitzt die Orgel mehr als 60 Register, die für eine unterschiedliche Klangfarbe der Töne sorgen. Diese Vielfalt entsteht durch die unterschiedliche Größe und Zinn-Blei-Zusammensetzung der Pfeifen. So gibt es beispielsweise Register, die einer Trompete, Tuba oder Klarinette nachempfunden sind, aber auch Obertöne können auf diese Weise einer einzelnen Note hinzugefügt werden. Früher wurden die Register mit der Hand gezogen (daher auch der Ausdruck: „alle Register ziehen“), dies geschieht im Dom heute elektrisch und ist dem Organisten so eine große Hilfe.

Dank unseres heute gewonnenen Einblicks in die Komplexität der Orgel aber auch der Spielweise werden wir bei unseren nächsten Diensten im Dom sicherlich besonders auf dieses beeindruckende Instrument und seinen Organisten hören.

Text: Dorothea Hanster

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